Tourismus

Tourismus und weitreichende Effekte der Windkraft

Gewinne oder Verluste für Schömberg?
Die Gemeinde Schömberg hat den Schwerpunkt auf den Tourismus gesetzt, der Gestattungsvertrag wurde noch nicht unterschrieben. Wir haben eine Tourismusbeauftragte eingestellt. Investitionen in Wanderwege und Lehrpfade in Schömberg und am Teilort Langenbrand wurden realisiert. Die Entscheidung der Gemeinde ist richtig, die Übernachtungs- und Besucherzahlen im Nordschwarzwald sind um ca. 3% gestiegen, so die Schwarzwald Tourismus GmbH.
Verstärkt wird in der Öffentlichkeit der finanzielle Mittelzufluss durch die Windkraft vorhergesagt. Eine Studie der HFU Hochschule Furtwangen belegt, dass 24% der Gäste den Standort meiden, wenn sich dort Windkraftanlagen befinden. Ein Beweis ist der Ort Ulrichstein am Vogelsberg, seit Errichtung der Windkraftanlagen ist ein stetiger Rückgang der Übernachtungszahlen um über 80% zwischen 1993 und 2013 zu verzeichnen.
Mit Rückgang unserer Gästezahlen gehen Umsätze in Gastronomie und Handel stark zurück, somit reduzieren sich auch die Einnahmen für die Gemeinde durch Gewerbesteuer und Kurtaxe.
Ein Rückgang von Umsätzen in Gastronomie, Handel und Gewerbe hat einen starken Einfluss auf unsere Arbeitsplätze in Schömberg und Umgebung. Grundstücke verlieren erheblich an Wert. Wald muss gerodet werden um Windräder zu errichten, 1ha pro Windrad. Welchen Einfluss hat das auf unser Heilklima, dürfen wir uns demnächst noch Heilklimatischer Kurort nennen? Windräder werden sich in Summe nicht als finanzieller Mittelzufluss erweisen. Die Errichtung von Windkraftanlagen führt für unsere Gemeinde zu einer negativen Bilanz.

Guido Sturm, BI Langenbrand